Samstag, 26. Januar 2013

Falsche Freunde und ein bisschen Pädagogik!

 
 
Die neue Bescheidenheit ist ein Kompromiss, ich frühstücke mit einer Bekannten zur Mittagszeit in einem Kaffee und mein Blick fällt immer wieder auf die sieben Freunde. Es handelt sich um sieben gezuckerte Quarkbällchen die in einem Freundeskreis, neben anderen Köstlichkeiten in der Theke liegen.
Alle Freunde und Verwandte stehen auf dem Index- Kuchen, Süßigkeiten und alles was dazu neigt
meinen Body mass index weiter in die Höhe zu treiben will ich meiden. Ich habe genug von den Wallawallahemden, mein Verbrauch ist geschrumpft nur der Appetit ist geblieben, fast beneide ich meine Schwester, die jetzt bloß nicht mehr weiter abnehmen darf.
Trotzdem man kann nicht immer verzichten, ein unerfüllter Quarkbällchenwunsch kann sich zu einem nicht zu unterschätzenden Problem auswachsen, am Besten ist es man geht ihnen aus dem Weg. Man kann ihnen natürlich auch geradewegs in die Augen schauen, als Maßnahme der Desensibilisierung.Seit Tagen versuche ich sie also zu ignorieren, sie liegen üppig in der Auslage und glänzen zuckrig, verführerisch, jedes für sich eine kleine Köstlichkeit, aber müssen es unbedingt sieben sein?
Der Kaffee ist noch nicht ganz leer und dann stehe ich an der Theke und frage ob man auch drei Freunde haben könnte. Die dralle Blonde die hinten rechts kulinarisches bastelt, unterbricht ihre Tätigkeit und kommt zu den Quarkbällchen. Links stehen ein paar Kunden an, die von der anderen Verkäuferin bedient werden. Sie nimmt drei dieser Köstlichkeiten und packt sie mir in eine Tüte. Nachdem ich ich bezahlt habe spricht mich eine junge Frau an:
„Finden sie das okay“ fragt sie mich. Ich blicke irritiert auf, meint sie die Tatsache drei Freunde haben zu wollen? Sie fügt an, sie waren noch gar nicht dran, ich denke an Bücher wie :“Ich bin okay, du bist okay.........
„Mittelokay“ antworte ich, denn ich war ja schon da und mein Kaffee wird kalt. Außerdem hatte ich doch zunächst nur gefragt ob ich auch (nur) drei Freunde haben kann,. Was kann ich dafür wenn die Mitarbeiterin direkt ihre Arbeit unterbricht und mir die Dinger einpackt .
Damit ist das Thema für mich erledigt.
Die junge Frau wirft mir beim Gehen noch einen bösen Seitenblick zu - das ist okay - die Quarkbällchen sind ein Genuss.

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